Dallmeier Logo

30 Jahre Dallmeier

Dallmeier electronic Fertigungen der letzten 30 Jahre
30 Jahre netzwerkbasierte Videoüberwachung von Dallmeier - Bilder aus der Fertigung in Regensburg

30 Jahre Dallmeier: Vom Zwei-Mann-Betrieb hat sich das Regensburger Unternehmen zu einem erfolgreichen Global Player mit weit über 200 Mitarbeitern entwickelt. Dallmeier gehört zu den führenden Anbietern von netzwerkbasierter Videosicherheitstechnik und gibt dem Markt durch intensive Forschungs- und Pionierarbeit immer wieder neue Impulse. 

Wir sprachen mit Firmengründer Dieter Dallmeier und ließen die vergangenen 30 Jahre Revue passieren. 

Dieter Dallmeier - Founder & CEO Dallmeier electronic
Dieter Dallmeier - Founder & CEO Dallmeier electronic

Herr Dallmeier, wie hat vor 30 Jahren eigentlich alles angefangen?

Als Fernsehtechnikermeister habe ich mich 1984 dazu entschlossen, zusammen mit meiner Frau Christina den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Natürlich war der Anfang nicht leicht und wir mussten immer wieder mehr oder weniger lange Durststrecken überstehen. Doch wir sind hartnäckig geblieben und haben all diese Jahre an unsere Visionen und Ideen geglaubt. 

Letztendlich haben wir 1992 den Markt der Videosicherheitstechnik ganz entscheidend geprägt: Zu einer Zeit, als analoge VHS-Kassetten in der Branche üblich waren, haben wir den weltweit ersten Videosensor mit digitalem Bildspeicher vorgestellt – der Beginn der DVRs! Anfangs wurde diese Idee von Vielen noch etwas belächelt, doch letztendlich stellt diese Entwicklung einen Meilenstein in der Branche dar und hat das Zeitalter der digitalen Aufzeichnung in der gesamten Videosicherheitstechnik eingeläutet. 

Der große Durchbruch ist uns dann 1997 gelungen, als wir für das Crown Casino in Australien die erste digitale Spieltischlösung entwickelt hatten. Seither ist die Nachfrage nach Dallmeier Produkten stetig gestiegen. 

Mittlerweile werden unsere Produkte und Systemlösungen durch Vertriebspartner in über 60 Länder weltweit verkauft. Darüber hinaus verfügen unsere Partner und Endkunden dank vieler internationaler Landesgesellschaften wie z.B. in Großbritannien, Spanien, Italien, Russland, Macau, der Schweiz und den USA über eine persönliche Unterstützung und professionellen Service vor Ort. 

Vom Zwei-Mann-Betrieb hat sich Dallmeier in den letzten 30 Jahren also zu einem erfolgreichen Global Player entwickelt! 

Dallmeier ist in der Branche dafür bekannt, immer wieder neue Wege zu gehen…
Unsere Devise lautet „initiieren, nicht imitieren“. Deshalb folgen wir nicht blind irgendwelchen Trends, sondern suchen stets nach der besten Lösung. Das heißt auch, dass wir oft unkonventionelle Wege gehen oder auch mal gegen den Strom schwimmen. Als vor einigen Jahren andere Unternehmen ihre Produktion zunehmend nach Asien verlagert haben, haben wir beispielsweise weiterhin auf den Standort Deutschland gesetzt – und unsere Fertigungsstätten sogar noch weiter ausgebaut. 

Solche Entscheidungen fällen wir natürlich nicht einfach aus einem Bauchgefühl heraus. Für uns zählt vor allem langfristig angelegte Planung und ein kompromissloses Qualitätsdenken. Wir behalten den Markt und neue Entwicklungen genau im Auge, um beispielsweise Technologiewechsel frühzeitig zu erkennen und auch für unsere eigenen Entwicklungspläne zu berücksichtigen. Aber wir laufen Trends nicht einfach hinterher, sondern stellen uns immer wieder die Frage, welche Vorteile eine neue Technologie dem Nutzer tatsächlich bringt – daran richten wir unser komplettes Handeln aus. 

Diese Begeisterung und Leidenschaft dafür, zukunftsweisende Technologien zu entwickeln und voranzutreiben, ist es auch, die mich all die Jahre angetrieben hat. Für mich ist es nach wie vor unheimlich spannend zu sehen, welche Auswirkungen eine ganze Branche dadurch erfahren kann. 

Wie sieht denn die Entwicklung bei Dallmeier aus?
Wir legen großen Wert auf die Entwicklung von zukunftsweisenden Neuerungen, die zuverlässig arbeiten und dem Anwender tatsächlichen Nutzen bringen. Um die Forschungsarbeit so effizient und praxisnah wie möglich zu gestalten, arbeiten wir intensiv sowohl mit Universitäten und Fachhochschulen als auch mit Forschungseinrichtungen wie beispielsweise dem Fraunhofer Institut zusammen. Zudem engagieren wir uns aktiv bei verschiedenen Clustern und Netzwerken, wie etwa im IT Security Cluster, im Sensorik-Cluster und im Netzwerk für Innovative Logistik. Darüber hinaus beteiligt sich Dallmeier auch an zahlreichen internationalen Kooperationen wie z.B. der ESSMA (European Stadium and Safety Management Association). 

Dieter Dallmeier mit den weltweit ersten digitalen Aufzeichnungsgeräten
Dieter Dallmeier mit den weltweit ersten digitalen DVRs

Dallmeier ist seit einiger Zeit mit einer neuen bahnbrechenden Entwicklung im Gespräch, der Multifocal-Sensortechnologie. Was hat es damit auf sich?
In den letzten Jahren ist unter Kameraherstellern ein Wettstreit um immer höhere Megapixel-Werte entbrannt. Anstatt uns darauf einzulassen, haben wir versucht, das Problem aus Kundensicht anzugehen. Denn letztendlich interessiert den Kunden nicht die Zahl der Megapixel, sondern ob er einen Verdächtigen mit Hilfe der Videoanlage erkennen und identifizieren kann. Und dafür ist die Auflösung allein nun mal nicht alles, erst recht nicht, wenn sie einfach nur mit „5 Megapixel“ oder dergleichen angegeben wird. Um Planungssicherheit zu geben, definieren wir die Auflösung in Pixel pro Meter (Pix/m). So braucht man beispielsweise 250 Pixel/m, um eine unbekannte Person zu identifizieren, egal in welcher Entfernung zur Kamera sich diese Person befindet. Dazu kommen in der Praxis  noch viele weitere Faktoren, die Einfluss auf die tatsächliche Verwertbarkeit des Videomaterials haben, beispielsweise Lichtempfindlichkeit, Dynamik, Bildrate oder Bandbreite – und natürlich die benötigte Infrastruktur. 

Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie dieses Problem gelöst werden kann und haben letztendlich eine völlig neuartige Kameratechnologie entwickelt, die auch patentiert wurde: Die Multifocal-Sensortechnologie Panomera®. Im Gegensatz zu konventionellen Single-Sensor-Kameras nutzt die Multifocal-Sensortechnologie mehrere Sensoren mit jeweils unterschiedlichen Brennweiten. Dadurch können große Flächen und Strecken von nur einem Standort aus überwacht werden – und das in Echtzeit bei gleichbleibender Bildauflösung, hoher Dynamik und durchgängiger Tiefenschärfe. 

Außerdem zeichnet Panomera permanent das Gesamtbild auf, der Operator muss also nicht wie bei PTZ-Kameras befürchten, dass er im entscheidenden Moment auf den falschen Bereich zoomt, sondern kann seinen Aufgaben ganz entspannt nachgehen. Sämtliche Zoom- oder Analysefunktionen stehen nämlich auch im Nachhinein in den Aufzeichnungen zur Verfügung. 

Haben Sie sich im Laufe der Jahre auf bestimmte Branchen oder Projekte spezialisiert?
Unser Produktportfolio ist im Laufe der letzten 30 Jahre stetig gewachsen. Mittlerweile bieten wir Komplettlösungen aus einer Hand an, von der Bildaufnahme über die Aufzeichnung bis hin zum Videomanagement und intelligenter Videoanalyse.

Alle unsere Produkte können sowohl für kleinere Projekte als auch für Großprojekte, bei denen mehrere Tausend Kameras miteinander verbunden sind, eingesetzt werden. Natürlich liest man in der Presse häufiger von den großen Projekten, das ist für die Leser einfach interessanter und spektakulärer. Aber wir statten auch sehr viele kleinere Projekte mit unserer Technik aus. Von daher sind die Märkte, in denen wir aktiv sind, sehr vielfältig. Das reicht von Privathäusern oder Tankstellen über Gewerbe- und Industrieanwendungen bis hin zu Stadien, Häfen und Flughäfen, Casinos und Stadtüberwachung, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Aktueller Fertigungssitz von Dallmeier electronic in Regensburg
Dallmeier Firmensitz in Regensburg seit 30 Jahren

Komplettlösungen aus einer Hand – wie sieht es da mit dem Thema Schnittstellen und Integration aus?
Unsere Videomanagement-Lösungen sind plattformunabhängig. Durch offene Schnittstellen geben wir unseren Kunden die Entscheidungsfreiheit zwischen „Alles aus einer Hand“ und „Best of Breed“ und liefern somit für jeden Anwendungszweck die bestmögliche Lösung. Bei  beiden Kaufstrategien besteht außerdem die zusätzliche Wahlfreiheit zwischen Hardware-, Software- oder virtualisierten Lösungen mit der optionalen Möglichkeit zur Integration von 3rd Party Systemen. 

Jede CCTV/IP-Lösung aus dem Hause Dallmeier ist prinzipiell so konzipiert, dass sie als offene Plattform für die Integration von Drittsystemen dienen kann. Somit bleiben Sicherheitssysteme von Dallmeier auf lange Sicht anpassungs- und erweiterungsfähig und bieten folglich auch langfristigen Investitionsschutz.

Wie wird die Zukunft für Dallmeier aussehen?
Die Zukunft kann ich natürlich nicht vorhersagen. Aber ich freue mich darauf, zusammen mit meiner Frau Christina, meinem Sohn Thomas und unseren Mitarbeitern weiterhin an neuen Entwicklungen und Visionen zu arbeiten und kosteneffiziente und praxistaugliche Lösungen für die Videosicherheitstechnik zu schaffen.