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Der Flughafen Paderborn/Lippstadt nimmt eine zentrale Infrastrukturrolle in der Region Ostwestfalen-Lippe ein. Um den gestiegenen Anforderungen des Luftsicherheitsgesetzes gerecht zu werden, hat der Flughafen sein bestehendes Videoüberwachungssystem umfassend modernisiert. Ziel war eine effektive Überwachung sicherheitsrelevanter Bereiche wie Vorfeld, Zufahrten und Parkplätze sowie Terminalzugänge – mit möglichst geringem Ressourceneinsatz. Gemeinsam mit dem Errichter Horn Sicherheitstechnik entwickelte Dallmeier eine Lösung, die eine schrittweise Erneuerung mit IP-Komponenten, wie z. B. dem Multifocal-Sensorsystem Panomera®, ermöglicht, ohne dass vorhandene analoge Technik vollständig ersetzt werden muss. Die Lösung erfüllt geltende Sicherheits- und Datenschutzanforderungen und ist auf zukünftige Erweiterungen ausgelegt.
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist der Heimathafen für Urlaubs- und Geschäftsreisende aus Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen sowie den angrenzenden Regionen. Im Einzugsgebiet wohnen rund 6 Millionen Menschen, für die der Flughafen eine wichtige Funktion in der öffentlichen Infrastruktur einnimmt.
Zum Leistungsspektrum gehören neben Linien- und Touristikflügen auch Business- und Privatcharter- sowie Frachtverkehre. Das Flugangebot umfasst Direktverbindungen zu beliebten Urlaubsdestinationen. Darüber hinaus stellt der Heimathafen den Anschluss der Region an den weltweiten Luftverkehr über das Drehkreuz München sicher.
Verantwortung für Region und Sicherheit
Rund sechs Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet des Flughafens Paderborn/Lippstadt. Als regionaler Verkehrsknotenpunkt stellt Paderborn/Lippstadt die Anbindung an touristische und geschäftliche Ziele sicher. Zum Tagesgeschäft zählen Linien- und Urlaubsflüge ebenso wie Business-, Privat- und Frachtverkehre. Damit übernimmt der Flughafen Verantwortung als Arbeitgeber und regionaler Mobilitätspartner. Ein reibungsloser Betrieb und die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben – etwa aus dem Luftsicherheitsgesetz (§5 und §8), der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder der NIS-2-Richtlinie – sind dabei unverzichtbare Grundlagen.
Modernisierung mit Augenmaß
Die Entscheidung zur Erweiterung und Erneuerung der Videosicherheitstechnik wurde vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und technologischer Weiterentwicklung getroffen. Im Mittelpunkt stand die zuverlässige Videoüberwachung der rund 65.000 Quadratmeter großen Vorfeldfläche (Apron) sowie von weiteren sicherheitskritischen Zonen wie Zufahrten, Parkplätzen oder Terminalzugängen und sogenannten Luftsicherheitsgrenzen (Übergang der Passagiere von Landside zu Airside). Analoge Systeme sollten dabei nicht abrupt ersetzt, sondern die Migration zur IP-Technologie sollte schrittweise erfolgen und sich flexibel an die baulichen und betrieblichen Gegebenheiten des Flughafens anpassen lassen.
Hybride Lösung mit durchdachter Systemarchitektur
Die Umsetzung erfolgte durch den erfahrenen Errichter Horn Sicherheitstechnik in Zusammenarbeit mit Dallmeier electronic. Herzstück des Systems ist eine hybride Lösung, die vorhandene analoge Komponenten mit modernen IP-Kameras verbindet. Die Aufzeichnung erfolgt über Recording Appliances wie DMS 2400 und IPS 10000, deren hybride Struktur den parallelen Betrieb beider Technologien möglich macht. Zur Überwachung der sensiblen Bereiche kommen verschiedene Kameramodelle zum Einsatz – darunter Domera®-, Fisheye- und Bullet-Kameras sowie Panomera® Systeme der W4- und S8-Serie. Die Panomera® Technologie erlaubt es, mit deutlich weniger Kameras große Bereiche detailgenau zu erfassen – ein entscheidender Vorteil insbesondere auf der weitläufigen Apron-Fläche, wo sowohl der Gesamtüberblick als auch Detailansichten mit hoher Bildqualität gefordert sind. Das Videomanagement basiert auf SeMSy® Compact in Verbindung mit dem SeMSy® Event Manager. Zusätzlich wurden die Tür- und Alarmkontakte über Moxa-Boxen eingebunden, um insbesondere an den Luftsicherheitsgrenzen funktionale Synergien und Aufschaltungen zu schaffen.
Sicherheit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit
Mit der neuen Lösung erfüllt der Flughafen die Vorgaben des Luftsicherheitsgesetzes §5 und §8 – etwa in Bezug auf die Überwachung der Luftsicherheitsgrenzen, Zufahrten und sensiblen Betriebsbereichen. Die hybride Lösungsarchitektur erlaubt eine gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Ein zentraler Vorteil: Dank der Panomera® Technologie ließ sich die Anzahl der benötigten Kameras erheblich verringern, ohne auf Sichtfelder oder Aufzeichnungsqualität verzichten zu müssen. Dies spart nicht nur Installations- und Betriebskosten, sondern reduziert auch den Wartungsaufwand erheblich. Der modulare Aufbau erlaubt eine schrittweise Migration und bietet Flexibilität für zukünftige Anpassungen.
„Mit der Lösung von Dallmeier konnten wir unsere bestehende Infrastruktur nahtlos modernisieren und zugleich neue Sicherheitsanforderungen effizient erfüllen. Besonders überzeugt hat uns die Möglichkeit, analoge und IP-Systeme flexibel zu kombinieren“, erklärt Paul Sawatzki, Leiter IT & Technik am Flughafen Paderborn/Lippstadt.
Regulatorische Sicherheit für kritische Infrastrukturen
Die eingesetzte Lösung von Dallmeier erfüllt sämtliche Anforderungen aus der DSGVO und der NIS-2-Richtlinie – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, IT-Sicherheit und Systemverfügbarkeit. Als ISO-zertifiziertes Unternehmen – unter anderem nach ISO/IEC 27001 für Informationssicherheits-Managementsysteme – bietet Dallmeier höchste Standards im Umgang mit sensiblen Daten. Diese Zertifizierungen bilden eine verlässliche Grundlage für die Einbindung der Technologie in KRITIS-Umgebungen. Darüber hinaus schaffen die Entwicklung und Fertigung in Deutschland („Made in Germany“) zusätzliche Transparenz und rechtliche Sicherheit für Betreiber.
Bereit für KI und Prozessoptimierung
Ein weiterer zentraler Aspekt der neuen Lösung ist ihre Zukunftsfähigkeit. Neben der reinen Überwachung rücken zunehmend Analysefunktionen für die Prozessoptimierung und Kostenersparnis in den Fokus. Der Flughafen plant den Einsatz KI-gestützter Technologien wie zum Beispiel den Dallmeier Attribut-Finder, die sich in bestehende Systeme integrieren lassen.
Fazit
Das Projekt am Flughafen Paderborn/Lippstadt zeigt, wie sich mit durchdachter Planung und intelligenter Technologie der Spagat zwischen Bestandserhalt, Modernisierung und Zukunftssicherheit meistern lässt. Die Lösung „Made in Germany“ überzeugt durch Langlebigkeit, Effizienz und ein hohes Maß an Integrationsfähigkeit – und steht für einen erfolgreichen Einsatz moderner Videotechnik im Bereich kritischer Infrastrukturen.
Auch Horn Sicherheitstechnik zieht eine positive Bilanz. „Dank der engen Abstimmung mit allen Projektverantwortlichen und dem Einsatz des Dallmeier Kameraplanungstools PlanD hatten wir jederzeit volle Kontrolle über den Projektverlauf. Das Tool hat uns bereits in der Planungsphase eine hundertprozentige Sicherheit für die spätere Umsetzung gegeben“, sagt Michael Horn.